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Zukunftsträume

Träume und Visionen

Was wird in den nächsten 10, 20 oder 30 Jahren in Mariazell Wurmsbach alles entstehen? Offen gesagt: Keine(r) weiss es. Aber Zukunft beginnt heute: 

  • Wer gestaltet mit? Wer übernimmt Verantwortung?
  • Wer verlässt sein gewohntes Leben und öffnet sich etwas Neuem, als zukünftige Schwester im Kloster Mariazell?
  • Wer ist bereit, die offene Perspektive der Zukunft auszuhalten, den konkreten Alltag im Heute anzupacken und einen Ort mitzugestalten, an dem Menschen Gotteserfahrungen machen können?

Ja, Wissen und Talente sind gefragt! Viele Ausbildungen finden im Kloster einen Platz und können mannigfaltig ausgeübt oder weiterentwickelt werden. Das beginnt bei A wie Architektin, über B wie Buchhändlerin, C wie Chiropraktikerin, D wie Designerin, E wie Eventmanagerin, G wie Gärtnerin, K wie Köchin bis zu T wie Theologin, U wie Umweltmanagerin, W wie Wirtschaftspsychologin oder Z wie Zimmerin - und viele mehr!

Gerne lassen wir Sie teilhaben an unseren internen Zukunftsdialogen. An unseren Träumen und Visionen. Verwurzelt in der christlichen Hoffnung lassen wir uns inspirieren von Gottes Geist. Dabei ist das kontemplative, benediktinische Leben stets der Ankerpunkt: Ora, labora et lege. Bete, arbeite und lies. - Zu unseren Zukunftsträumen stehen hier exemplarisch zwei alttestamentliche Bibelstellen, definitiv ein Gestaltungsauftrag Gottes: 

"Ich werde meinen Geist ausgießen über alles Fleisch. Eure Söhne und Töchter werden Propheten sein, / eure Alten werden Träume haben / und eure jungen Männer haben Visionen." (Joel, 3,1)

"Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch. Ich nehme das Herz von Stein aus eurer Brust und gebe euch ein Herz von Fleisch." (Ezechiel 36,26)


Geistesblitze - Geistesfunken:

Was wäre, wenn ... in den wunderschön am See gelegenen Räumen, die wir an eine ganzheitliche Gesundheitspraxis vermietet haben, junge Schwestern begeistert mitarbeiten?

Was wäre, wenn ... naturbegeisterte Schwestern einen Permakulturgarten anlegen und mit Interessierten an achtsamer Kochkunst arbeiten, wenn sie ein "To go" eröffnen und einen "Walk&Talk" auf Pilgerwegen lancieren?

Was wäre, wenn ... ein Schwesternteam und Mitarbeitende im umgebauten Internat Tagungen, Workshops oder Symposien anbieten? Zu Themen wie z.B.: Benediktinische Impulse für suchende Menschen / Ökologische Verantwortung - ausgehend von zisterziensischen Quellen / Stille-Übungen / Christliche Impulse für ein sinnerfülltes Leben ...

Was wäre, wenn ... zwei Schwestern eine Singwoche für Interessierte gestalten? Sowohl Gesänge wie auch Texte aus verschiedenen Jahrhunderten wirken belebend und beflügelnd.

Was wäre, wenn ... eine Gruppe von Schwestern gemeinsam mit Expertinnen und Experten an einer Reihe von "Podiumsgesprächen am See" mitwirken? Mögliche Themen: Das Geheimnis "Gott" /  Christliche Kultur und Architektur der Zukunft / Energiequellen. Mehrdeutig ;) / Humor und ich / Der Glaube, eine Option unter vielen / Dankbarkeit ...

Was wäre, wenn ... in Online-Gruppen unter Anleitung einer Schwester über das Leben als Christ, als Christin nachgedacht wird, das Evangelium in den Alltag übersetzt wird, gemeinsam biblische Quellen für Resilienz gesucht werden? Oder wenn wir einen Kloster-Podcast entwickelten? (Das ist übrigens eine Idee von einer Auszeitgruppe, gespickt mit vielen Themenvorschlägen ... Danke euch!)

Was wäre, wenn ...?

Wir haben noch viele weitere Träume und Visionen. Sie auch? Teilen Sie uns Ihre Ideen mit! Wer weiss, vielleicht werden die Pläne und Vorschläge eines Tages Wirklichkeit. Zukunftsmusik erklingt ...

Kraftvoll verwurzelt himmelwärts schauen

Wo sind unsere Wurzeln, unsere Quellen?

Das sind Fragen, die viele Menschen beschäftigen, mal mehr, mal weniger. Als christliche Ordensfrauen verwurzeln wir uns immer wieder im Evangelium, in der zeitlosen Botschaft der Benediktsregel und in unserer persönlichen und gemeinschaftlichen Berufung. Das gibt uns Kraft. Kraft, himmelswärts zu schauen und in der Verheissung des Morgenrotes als Gesendete unterwegs zu sein. Gemeinsam. Mit innerer Freude den Menschen und Gottes Schöpfung dienen. Das Ideal der Einfachheit, Schlichtheit und Authentizität der ersten Zisterzienser liegt uns am Herzen.

Wo stehen wir heute?

Momentan kommen junge Menschen zu uns in "Lerntage am See" oder in die "Auszeit", Tagungsgruppen freuen sich am inspirierenden Ambiente, Gäste und Pilger/-innen finden Ruhe und geistliche Impulse. Schwestern können ausserdem in der eingemieteten Schule unterrichten, im Klostergarten arbeiten und die lebendige Liturgie mitgestalten.
Was weniger bekannt ist: Wir erhalten manchmal Anfragen von Menschen, welche bei uns für längerfristige Projekte Räumlichkeiten suchen, sei es für spannende Angebote im Gesundheitswesen, in der Weiterbildung u.a.m. Momentan (als noch kleine Gemeinschaft) müssen wir ihnen absagen, aber in Zukunft ...?

Wohin wollen wir gehen?

Weil wir starke Wurzeln haben, können wir kraftvolle Zukunftsideen entwickeln. Je nachdem, wer bei uns eintritt, sind neue Schwerpunkte unserer Tätigkeiten möglich. Das kontemplative, benediktinische Leben bleibt im Zentrum: Ora, labora et lege. Bete, arbeite und lies. - Die äusseren Aufgaben ändern sich und werden sich immer wieder ändern.

In unserer über 700-jährigen Geschichte wandelten sich die Aufgaben immer wieder wie beispielsweise:

  • als im 16. Jahrhundert das Gästehaus erbaut und die Kirche erweitert wurde (und das mit weniger Schwestern als heute!)
  • als 1843 zukunftsgewandte Schwestern das Mädcheninternat eröffneten
  • als nach Schliessung der Mühle und Sägerei im Kloster eine Bäckerei entstand
  • als ab 1968 Schwestern eintraten, die den Mut hatten, trotz unsicherer Zukunft dem Internat ein neues Profil zu geben und ein neues Schulhaus (1972) und Internat (1976) erbauten
  • als 2003 der Kirchenraum den heutigen Bedürfnissen angepasst wurde
  • als im 21. Jahrhundert neue Psalmengesänge das tägliche Chorgebet bereicherten
  • als wir 2021 nach der Schulschliessung das Angebot "Auszeit für junge Menschen" kreierten und 2025 das "Sommerkloster für Frauen", inspiriert durch die Mönche des Klosters Einsiedeln, welche ein "Sommerkloster für Männer" anbieten.

Das Ziel: ein weites Herz

Wer steigt mutig ins Boot ein - ins gemeinsame Leben in unserem Kloster?

Viele Träume, Projekte und Pläne hängen davon ab, wer unsere Gemeinschaft mitgestalten wird - und - welche persönlichen und beruflichen Kompetenzen jemand mitbringt. Wir überlegen momentan sehr konkret, wie junge Schwestern bald, d.h. auch schon während der Probezeit, Verantwortung für und in unserem wundervollen Ort übernehmen können. Verschiedene Bereiche bieten sich sehr gut dafür an!

Und ja, wir freuen uns auf neue Gesichter in unserem wunderschönen Kloster am See. Und gleich vorneweg: Die Probezeit ist lang, manchmal stürmisch und zeigt, ob die Interessierte den Weg der Gottsuche gehen möchte und den Anforderungen gewachsen ist - und ob die Gemeinschaft dies ebenfalls so sieht. Doch: Wer nichts wagt, gewinnt nichts. 

"Wer aber im klösterlichen Leben und im Glauben fortschreitet, dem wird das Herz weit, und er läuft in unsagbarem Glück der Liebe den Weg der Gebote Gottes." (aus der Benediktsregel)

Zukunftsträume - können wahr werden.

Danke für Ihr Interesse! Wir freuen uns auf Ihr Feedback an info@klostermariazell.ch


PS: "Schnuppern" im Kloster ist an Klostertagen möglich und auch das "Sommerkloster für Frauen" ermöglicht einen Einblick in unser Leben. Mehr zum Weg ins Kloster ist zu finden auf www.meinstdumichgott.ch und auf dieser Website.