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Klostergeschichte und Zisterzienserorden

Unsere Wurzeln

Jesus nachfolgen. In Gemeinschaft. Wie tun wir das? Wir gründen unser Klosterleben auf starke Wurzeln: Die Bibel bildet die Grundlage. Unsere Gottsuche gestalten wir mithilfe der Regel des heiligen Benedikt und nach den Satzungen des Zisterzienserordens. Wichtig ist uns, in der Gegenwart unsere Berufung in Freude zu leben, damit spürbar wird, dass wir hier ein sinnerfülltes Leben führen. Unsere Berufung greift weit über unsere eigene kleine Welt hinaus. Wir tragen unsere Welt tagtäglich vor Gott.

Seit 762 Jahren in die Zukunft schauen

Die 762-jährige Geschichte des Klosters Mariazell Wurmsbach.

1259

Gründung der Zisterzienserinnen-Abtei durch Graf Rudolf IV. von Rapperswil. Die Beginen-Gemeinschaft von Mariaberg am Albis beginnt in Wurmsbach nach der Benediktsregel und den Satzungen des Zisterzienserordens zu leben.

1281

Bau der Klosteranlage nach dem Zisterzienser-Bauplan. Viele Zisterzienserklöster liegen an einem Gewässer. Wurmsbach entspricht weitgehend dem baulichen Idealplan der Zisterzienser.

1281

Einweihung der Klosterkirche.

1400

Hochblüte des Zisterzienserordens mit europaweit über 1500 Männer- und Frauenklöstern. Auf dem Gebiet der heutigen Schweiz waren es 22 Frauen- und 8 Männerklöster.

1531

In der Zeit des Bildersturms wird die Muttergottes-Statue angeschwemmt, die heute in der Kirche steht.

1588

Bau des Gästehauses, heute Lichthof genannt

1843

Eröffnung einer internen Mädchenschule

1970

Eine innere und äussere Erneuerung von Kloster und Schule beginnt mit Äbtissin Clara Romer.

1972

Neubau von Schulhaus und Neubau des Wohntraktes 1976.

2003

Restaurierung der Klosterkirche und Eröffnung des Lichthofs für Gäste unter Äbtissin Monika Thumm

2011

Renovierung des Konventgebäudes

2021

Schliessung des Mädcheninternates am See

Aufbau neuer Angebote des Klosters, vor allem für junge Menschen

Neun Ordensfrauen gestalten die Gegenwart im Kloster Mariazell Wurmsbach.

Neben den geistig-religiösen Reformanliegen hatte der Orden seit jeher eine Pionierrolle im wirtschaftlichen Sektor und war massgeblich beteiligt an Neuerungen und Entwicklungen in Handwerk, Landwirtschaft und Architektur. Die wirtschaftliche Grundlage des Klosters waren für lange Zeit Ackerbau, Viehzucht, Mühlebetrieb und Gartenbau. Noch heute gehört zum Kloster der in Pacht gegebene Gutsbetrieb, sowie Wald. Davon ist ein Drittel seit 2010 ein Naturwaldreservat. 

1843 gründete das Kloster eine interne Mädchenschule. Es ermöglichte – für die damalige Zeit aussergewöhnlich und revolutionär – auch jungen Frauen den Zugang zu einer umfassenden Bildung. Das ist inzwischen selbstverständlich. Die Mädchenschule hat sich weiterentwickelt und hiess bis im Sommer 2021: Das Mädcheninternat am See. Der Bildungsbereich wandelt sich. Im Sommer 2021 hat das Mädcheninternat seine Türen geschlossen und ab Sommer 2022 startet unter neuer Trägerschaft eine "Schule der Zukunft": Der Talent-Campus Zürichsee.

Klöster sind immer auch Orte der Begegnung. Die neuen Angebote wie die "Auszeit für junge Menschen",  "Atemholen" oder die "Lerntage am See" sind starke Zeichen einer weltoffenen Klostergemeinschaft, welche ihr Ohr am Puls der Zeit hat.